Bevor Sie dem Turbo die Schuld geben...
Die Wahrheit ist, dass die meisten Turbolader-„Ausfälle“ durch äußere Probleme verursacht werden. Wenn der Turbo beschädigt ist, ist es am wichtigsten, die Ursache zu finden, bevor ein neues Gerät eingebaut wird. Mithilfe der folgenden Anleitung können Sie die Schadensquelle ermitteln.
Vier Hauptgründe
- Ölverschmutzung
a) Verschmutzung mit feinen Partikeln
Sie sind im Öl möglicherweise nicht sichtbar, verursachen jedoch Verschleiß an der Lagerfläche und eine Abrundung der Kanten. Kompressorlagerenden können häufig am Innendurchmesser abgeschrägt sein.
b) Verschmutzung durch große Partikel
Ölablagerungen können wie auf dem Bild zu sehen zu Schäden und tiefen Kratzern führen. Auch die Innenbohrung des Lagers kann zerkratzt sein, allerdings meist in geringerem Ausmaß. Welle und Lager neigen dazu, etwas weniger beschädigt zu werden, da sie aus härterem Material bestehen. Einfach Der unten rechts dargestellte Schaden wurde durch große Ölvorkommen verursacht.
- Mangel an Schmiermittel
a) Intervallschmierung
Wenn die Ölversorgung des Turboladers eingeschränkt ist (z. B. wenn eine Dichtung schlecht sitzt und den Ölfluss teilweise verhindert). Gekennzeichnet durch extreme Temperaturverfärbung des Wellenzapfens.
b) Völliger Schmierstoffmangel (Schmierungsversagen)
Ölmangel führt zu ähnlichen Schäden wie bei intermittierender Schmierung, allerdings kommt es deutlich schneller zur Totalzerstörung. c) Chemische Kontamination
Verursacht schwere Lager-/Wellenschäden und extrem hohe Temperaturen. Sichtbare Symptome ähneln einer intermittierenden Schmierung. Die häufigste Ursache ist das Vorhandensein von Kraftstoff im Öl, der seine Schmierfähigkeit verringert (sinkt die Viskosität und verringert dadurch die Dicke der Ölschicht – was zu einem Temperaturanstieg und dem Anhaften von Schmutz auf den geschmierten Oberflächen führt).
- Außergewöhnliche Betriebsbedingungen
a) Übergeschwindigkeit/Umdrehung/überhöhte Temperatur
Typische Schäden sind hohe Temperaturen am Lagerbolzen, bei denen das Öl quasi verbrennt und die Welle „schmilzt“. Der hintere Teil des Turbinenrads ist oft leicht verbogen, was meist mit einer Faltenbildung des Materials einhergeht – ein deutliches Zeichen für Überdrehzahl oder Drehung.
b) Übergeschwindigkeit
Es kann auch dazu führen, dass Teile der Turbinenschaufeln abfallen. Der Schaden ähnelt möglicherweise einem Fremdkörperschaden, geht jedoch häufig mit Rissen an den Klingenspitzen einher. In extremen Fällen kann es zum Schmelzen kommen. Beim Überschlag entsteht eine höhere Belastung als ursprünglich bei der Konstruktion berechnet, was zur Totalzerstörung des Turboladers führt.
- Beschädigung durch einen Fremdkörper
a) Fester Fremdkörper – Kompressor
Dieser Schaden entsteht, wenn ein Fremdkörper in den Kompressor eindringt. Ein Gegenstand kann in den Kompressoreinlass eindringen und den Schaden verursachen, den Sie im Bild rechts sehen können. Sand und Salz können Erosion und Korrosion verursachen und schließlich zum Ausfall der Klinge führen.
b) Weicher Fremdkörper
Stellen wir uns zum Beispiel eine Papierserviette oder ein Arbeitskleidungsstück vor, das den rechts abgebildeten Schaden verursachen kann. Die Klingen sind nach hinten gebogen, im Extremfall kann es durch Materialermüdung zum Abbrechen eines Teils der Klinge kommen.
c) Fester Fremdkörper – Turbine
Gelangt es in die Turbine, beschädigt es die Einlassschaufeln (siehe Bild). Selbst kleine Partikel wie Rost- oder Kohlenstoffpartikel (aus einem Rohr) können solche Hochgeschwindigkeitskomponenten ernsthaft beschädigen.
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